App-Entwicklung Kosten-Rechner
Die meisten App-Kostenrechner im Netz sind Formulare mit einem Preis am Ende, dessen Zustandekommen niemand nachvollziehen kann. Dieser hier legt die Rechnung offen: jede Auswahl entspricht einer festen Zahl an Personentagen, die Summe wird mit einem Tagessatz multipliziert, und die Bandbreite von ±20 % steht dazu. Sie sehen die Tabelle unter dem Rechner und können die Schätzung selbst nachrechnen — auch die eines anderen Anbieters.
- Aufwand in Personentagen, Preis als Bandbreite und eine Laufzeit in Wochen — keine einzelne Zahl, die Genauigkeit vortäuscht.
- Die vollständige Koeffiziententabelle steht auf der Seite. Jede Zahl im Ergebnis lässt sich zurückverfolgen.
- Kein Kontaktformular vor dem Ergebnis. Die Schätzung erscheint sofort, Ihre Daten brauchen wir dafür nicht.
- Kalibriert an unseren eigenen ausgelieferten Projekten, nicht an einer Branchenumfrage.
Ihre Konfiguration
Wie gerechnet wird
Alles wird in Personentagen gerechnet und erst am Ende in Euro umgerechnet. Das ist der Grund, warum eine Preisanpassung hier eine einzige Zahl betrifft und nicht die ganze Tabelle.
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Client-Aufwand = (Grundaufwand + Umfang + Design + Anmeldung) × Plattformfaktor - 2
Server-Aufwand = Backend + gewählte Funktionen + zusätzliche Sprachen - 3
Gesamtaufwand = (Client + Server) × Reifegrad-Faktor - 4
Preis = Gesamtaufwand × Tagessatz, dargestellt als Bandbreite von ±20 %
Der Plattformfaktor wirkt bewusst nur auf den Client-Anteil: zwei native Apps verdoppeln nicht das Backend.
Die Koeffizienten
| Position | Personentage |
|---|---|
| Grundaufwand (Setup, CI, Release) | 12 |
| Umfang: Bis 5 Screens | 10 |
| Umfang: 6–12 Screens | 24 |
| Umfang: 13–25 Screens | 45 |
| Umfang: Mehr als 25 Screens | 75 |
| Design: Standard-Komponenten, minimal angepasst | 5 |
| Design: Eigenes Design-System | 18 |
| Design: Eigenes Design mit Motion und Sonderzuständen | 32 |
| Anmeldung: Keine Anmeldung | 0 |
| Anmeldung: E-Mail und Passwort | 6 |
| Anmeldung: Social Login (Apple, Google) | 10 |
| Anmeldung: Unternehmens-SSO (SAML, OIDC) | 20 |
| Backend: Fertige Plattform (Firebase, Supabase) | 8 |
| Backend: Eigene API mit Datenbank | 30 |
| Backend: Mandantenfähig, Rollen, komplexe Logik | 70 |
Funktionen
| Position | Personentage |
|---|---|
| Zahlungen (Karte, SEPA, Wallet) | 15 |
| Abos / In-App-Käufe | 12 |
| Chat oder Echtzeit-Messaging | 20 |
| Karten und Standort | 10 |
| Push-Benachrichtigungen | 6 |
| Offline-Modus mit Synchronisierung | 18 |
| Foto- oder Video-Upload | 10 |
| Adminbereich / Backoffice | 25 |
| Schnittstellen zu Drittsystemen (ERP, CRM) | 12 |
| KI-Funktionen | 20 |
| Zusätzliche Sprachen (+1) | 4 |
| Plattform: Nur iOS | × 1 |
| Plattform: Nur Android | × 1 |
| Plattform: iOS + Android (eine Codebasis) | × 1.15 |
| Plattform: iOS + Android (zwei native Apps) | × 1.75 |
| Reifegrad: MVP — Annahme testen | × 0.85 |
| Reifegrad: Produktionsreif — echter Betrieb | × 1 |
| Reifegrad: Plattformreif — Audit, Skalierung, SLA | × 1.25 |
| Tagessatz und Bandbreite — 600 € | ± 20% |
Die drei Preisbänder
Fast jede App landet in einem dieser drei Bereiche. Der Unterschied liegt selten an der Anzahl der Screens, sondern daran, was im Hintergrund passieren muss.
| Bereich | Kosten und Laufzeit | Was darin enthalten ist |
|---|---|---|
| MVP | 21.000 € – 32.000 €4–7 Wochen | Eine Plattform zuerst, klar begrenzter Umfang, keine Integrationen außer Analytics und Crash-Reporting. Genug, um eine Annahme am Markt zu prüfen — nicht genug, um ein Jahr darauf aufzubauen. |
| Produktionsreif | 62.000 € – 94.000 €13–20 Wochen | Anmeldung, ein bis zwei Integrationen, echtes Design-System, CI/CD ab Tag eins. Hier liegen die meisten B2C-Apps, die wir ausliefern. |
| Plattformreif | 232.000 € – 347.000 €18–26 Wochen | Die App ist das Produkt: mandantenfähige Daten, Offline-First, komplexe Berechtigungen, native Module, große Inhaltsbestände. |
Was den Preis wirklich treibt
Vier Positionen erklären den Großteil der Unterschiede zwischen einem Angebot über 40.000 € und einem über 160.000 € für scheinbar dieselbe App.
Das Backend, nicht die Oberfläche
Eine App mit zwölf Screens auf einer fertigen Plattform ist ein anderes Projekt als dieselben zwölf Screens auf einer mandantenfähigen API mit Rollenmodell. Die Screens sehen gleich aus, der Aufwand unterscheidet sich um den Faktor drei.
Integrationen zu Systemen, die Ihnen nicht gehören
Zahlungsanbieter, ERP, Versanddienstleister: die Sandbox verhält sich nie wie die Produktion. Der Aufwand steckt nicht in der Anbindung, sondern in der Fehlerbehandlung und darin, dass sich diese Systeme unabhängig von Ihnen ändern.
Der Reifegrad, nicht der Funktionsumfang
Dieselben Screens, gebaut für ein Audit, kosten mehr als dieselben Screens, gebaut zum Testen einer Idee. Der Unterschied sind Beobachtbarkeit, Testabdeckung, Berechtigungen und die Frage, was beim Ausfall eines Drittsystems passiert.
Was Sie dafür aufgeben, wenn Sie unten anfangen
Ein MVP ist billiger, weil er Dinge weglässt, die später teuer nachzurüsten sind: Adminbereich, Berechtigungsmodell, Mehrsprachigkeit, saubere Datenmigration. Das ist eine legitime Entscheidung — solange sie bewusst getroffen und nicht im Angebot versteckt wird.
Wo dieser Rechner an seine Grenzen kommt
Ein Rechner, der behauptet, alles zu können, ist ein Verkaufsinstrument. Diese Fälle bildet er nicht ab:
- Hardware-Anbindung: BLE-Geräte, Medizintechnik, industrielle Steuerungen. Der Aufwand hängt hier an der Dokumentationsqualität des Geräteherstellers, und die lässt sich nicht schätzen.
- Regulierte Umgebungen: MDR, ISO 13485, BaFin. Nachweisführung und Dokumentation können den reinen Entwicklungsaufwand übersteigen.
- Migration einer bestehenden App mit Bestandsdaten und aktiven Nutzern. Die Datenqualität entscheidet, und die kennt man erst nach einem Blick hinein.
- Laufende Kosten nach dem Launch. Als Faustregel jährlich 15–20 % der Erstellungskosten für Wartung, Store-Updates und Betrieb — im Ergebnis oben nicht enthalten.
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Häufige Fragen
- In drei Bändern: ein MVP zwischen etwa 25.000 und 60.000 €, eine produktionsreife App zwischen 60.000 und 150.000 €, eine plattformreife Anwendung ab 150.000 €. Entscheidend für das Band ist der Backend-Umfang und die Zahl der Integrationen, nicht die Anzahl der Screens.